Stress – Wie man mit ihm umgeht und wann er sogar gut ist

Diät/Ernährung

Stress – Wie man mit ihm umgeht und wann er sogar gut ist

Februar 24, 2019 von

Stress – Wie man mit ihm umgeht und wann er sogar gut ist

Wissenschaftler der Universität Harvard haben herausgefunden, dass Stress an sich „keine schlechte Sache“ ist und „dass der Körper unter normalen Bedingungen das Hormon Cortisol produziert, was bei Stress freigesetzt wird“. Dies ist vorteilhaft, aber natürlich auch nur wenn es eher selten passiert – die Stressreaktion dient somit immer als ein geeigneter Alarm für einen Notfall, sei es ein kleiner Unfall im Haushalt, oder dass jemand in Ihrem Umfeld dringend Hilfe benötigt, oder ähnliches. Sobald darauf reagiert worden ist und die Situation behoben wurde sollte sich das Cortisol aber wieder normalisieren. Es sollte sich wieder zurück bewegen auf den Ausgangswert.
Ein richtiges Verhalten des Cortisol-Werts wäre wie ein Pendel, dass bei dringenden Notfällen „ausschwingt“ und danach aber auch wieder zurück schwingt.

Für viele Frauen wird dieser Anstieg von Cortisol jedoch nie ausgeschaltet. Das Pendel, das sanft schwanken soll bleibt leider auf der Stress-Seite hängen.

Symptome des Ungleichgewichts

Stress kann uns motivieren auf ein bestimmtes Ereignis zu reagieren. Das Problem ist oft, dass man im Stressmodus stecken bleibt und der Körper das Hormon Pregnenolon stiehlt, um zusätzliches Cortisol herzustellen. Pregnenolon wird oft als Mutterhormon bezeichnet, da es der Herstellung der Hormone Östrogen, Progesteron und natürlich Cortisol.

Durch die Überproduktion von Cortisol bleibt wenig Pregnenolon übrig um andere essentielle Hormone zu produzieren was zu einem Ungleichgewicht führen kann.

Typische Symptome dafür sind:

  • Angst
  • Depression
  • Ermüden
  • Verdauungsprobleme
  • Erhöhter Appetit
  • Schlafstörungen
  • Unregelmäßiger Zyklus
  • Niedrige Libido

Unterstützung des Körpers in der Stressphase

Es gibt verschiedene Wege den Körper in der Stressphase zu unterstützen und den Stress zu „besiegen“ – zum Glück. Viele natürliche Produkte kann man gleichzeitig einsetzen, da sie synergetisch zusammen arbeiten. Einige Produkte können auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress verbessern.

Adaptogene

Kaffee mit seinem Inhaltsstoff Koffein kann uns leicht von Punkt A (Müdigkeit) zu Punkt B (Wachsamkeit) führen. Adaptogene sind hingegen Stoffe, die eher herausfinden, wo sich der Körper derzeit befindet (in welcher Situation) und uns helfen können zu mehr Balance zu finden.

Verschiedene Stoffe die uns helfen zu mehr Balance zu finden sind beispielsweise:

Diese und noch viele weitere Stoffe können beispielsweise wie ein „Beruhigungstee“ oder als Tinktur eingenommen werden und wirken Wunder.

Der „gute“ Stress

Viele kleine Dosen von kurzzeitigem physischem Stress können sich positiv für den Körper auswirken (Achtung: Chronischer Stress ist dabei allerdings keine gute Sache!).
Diese Art von hormonellem Stress führt vorübergehend zu einer Erhöhung des Cortisols, sorgt aber dafür, dass sich der Körper nach dem Stress entspannen kann. Die Stresshormone sinken danach sogar unter den vorherigen Ausgangswert.

Das Stressreaktionssystem unseres Körpers ist naturbedingt dafür konzipiert mit vielen physischen Bedrohungen umzugehen. Der Stress sollte allerdings überschaubar sein und man muss erkennen wann ein Ende in Sicht ist, so dass der Körper die Meldung erhält, dass er „neustarten“ kann.

Physischen Stress können wir zum Beispiel selbst herbeiführen um uns „abzuhärten“. Ein Sauna-Besuch mit anschließendem Tauchbad in kühlem Wasser oder eine Infrarottherapie verhelfen dem Körper zu eben jenem Neustart.

Stress als Faktor der Gewichtszunahme

Schon eine Studie aus den 2000er Jahren der Universität Yale hat herausgefunden: Stress führt bei nicht übergewichtigen Frauen zu einem erhöhten Cortisol-Spiegel und zu übermäßigem Bauchfett.

Die leitende Wissenschaftlerin der Studie kam zu dem Schluss, dass Frauen mit höherem Stressfaktor auch negativere Stimmungen hatten und einen höheren Bauchfettgehalt. Cortisol beeinflusst die Fettverteilung, weil das Fett zentral um die Organe gespeichert wird. vgl. Yale.edu

Schlaf als Antistressfaktor

Tiefschlaf ist unser natürlicher „Reparaturmodus“, der für die Erholung von Stress unerlässlich ist. Studien an Tieren haben gezeigt, dass Schlaf nach belastenden Stressereignissen zunimmt

Licht von Bildschirmen wie Computer, Fernseher und Smartphones beeinflusst diesen Schlafzyklus erheblich. Deswegen sollte auf das Handy kurz vorm Einschlafen lieber verzichtet werden.

Es gibt viele Arten den Stress loszuwerden, ein gemütlicher Abend mit Freunden gehört auch dazu oder ein Spaziergang im Wald. Auch das Führen eines Tagebuchs (wo man seine alltäglichen Erlebnisse verarbeitet) gehört dazu.

Wir hoffen, dass wir mit ein paar nützlichen Tipps weiterhelfen konnten. Weitere Tipps haben wir hier zusammengestellt.

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